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Augenabstand

Der Augenabstand als ein Fachbegriff aus der Optik bezeichnet den Abstand zwischen den beiden Augen, also von einem zum anderen Auge. Angegeben wird er in Millimetern. Beim Anpassen einer Brille als Sehhilfe wird immer der Abstand von Auge zu Auge zur Ausrichtung der optischen Achsen beider Brillengläser gemessen. Heutzutage ist der Augenabstand ein besonderes und biometrisches Merkmal für die Gesichtserkennung. So werden seit einigen Jahren ausschließlich biometrische Lichtbilder für Reisepass, Personalausweis sowie für andere Ausweisunterlagen verwendet.

Gemessen wird der Abstand vom jeweiligen Mittelpunkt der einen zur anderen Pupille, alternativ vom äußeren Rand der Iris, der Regenbogenhaut. Grundlage für die Augenabstandsmessung ist entweder die Addition der beiden Abstandsflächen vom Pupillenmittelpunkt bis zur Mitte der Nasenwurzel, oder die durchgehende Abstandsmessung vom jeweils linken zum rechten Rand der Iris. Üblicherweise werden im Brillenpass des Optikers die beiden addierten Werte eingetragen, also von Pupillenmittelpunkt bis zur Nasenwurzel. Die Augenabstände sind bei den Menschen individuell und insofern unterschiedlich. Eine höchstmögliche Genauigkeit bei der Augenabstandsmessung ist die Voraussetzung dafür, dass die Brille als Sehhilfe auch wirklich beschwerdefrei beim Sehen helfen kann.

Abweichungen von einem Durchschnittswert des Augenabstandes werden als Hypertelorismus für den zu großen Augenabstand, beziehungsweise umgekehrt als Hypotelorismus für einen im Verhältnis zum Durchschnitt zu geringeren Abstand zwischen den beiden Augen bezeichnet.