Ratgeber

Brillengläser

Einstärkengläser sind Brillengläser, bei denen von der Konstruktion her nur eine dioptrische Wirkung vorhanden ist. Sie finden meist für Einstärken-Fernbrillen oder Einstärken-Lesebrillen Anwendung.

Bei Mehrstärkengläsern (Bifokal- bzw. Trifokalgläser) wird eine spezielle Fläche für den Nahbereich eingeschliffen und bei Bedarf eine weitere für die mittlere Entfernung. Der Vorteil: Lästiges Brillenwechseln oder der Blick über den Brillenrand entfallen. Im Gegensatz zu Gleitsichtgläsern besteht jedoch eine sichtbare Trennlinie zwischen den einzelnen Sehbereichen.
Bifokal-Brillengläser ermöglichen dem Presbyopen (Alterssichtigen) deutliches Sehen in zwei verschiedenen Entfernungen, meist im Fern- und Nahbereich. Durch eine Zusatzlinse im unteren Glasbereich hat ein Bifokalglas zwei unterschiedliche dioptrische Wirkungen (Ferne & Nähe).

Ein Gleitsichtglas ist ein modernes Brillenglas zur Korrektur von Alterssichtigkeit - auch Presbyopie genannt. Je nach Entfernung des Objektes wölbt sich die Augenlinse unterschiedlich stark. Bei der Alterssichtigkeit ist diese Elastizität eingeschränkt - die Linse verhärtet und verdickt sich. Das Einstellen des Auges auf Objekte in der Nähe wird erschwert; die Folge sind Probleme vor allem beim Lesen und Arbeiten im Nahbereich. Erstes Anzeichen dafür ist die Gewohnheit, das Buch oder die Zeitung weiter weg zu halten. Hier kann bereits eine Lesebrille für den Schärfenbereich von ca. 40 cm helfen. Für andere Einsatzbereiche sind Mehrstärken- oder Gleitsichtgläser angenehmer.

Gleitsichtgläser
ermöglichen dem Presbyopen (Alterssichtigen) deutliches Sehen von der Ferne bis zur Nähe, d.h im Gegensatz zu Bifokalgläsern auch in jeder Zwischenentfernung. Auf den ersten Blick gleicht ein Gleitsichtglas einem Einstärkenglas, da das Glas keine sichtbaren Trennkanten aufweist.

Arbeitsplatzgläser: Da dem Presbyopen (Alterssichtigen) mit einer Einstärken-Lesebrille scharfes Sehen in mittleren Entfernungen (z.B. Comuter) oft nicht möglich ist, kommen zunehmend Lesebrillengläser mit erweitertem Sehbereich (Office-Glas) zum Einsatz.


Brillenglaswerte:

Sphäre

Die Sphäre ist der Wert in Dioptrien, welchen Sie benötigen, um wieder scharf sehen zu können. Dieser Wert steht in der Regel an erster Stelle und kann ein positives (+) oder ein negatives (-) Vorzeichen haben.

Zylinder

Die Angabe eines Zylinders ist nicht generell notwendig, sondern nur im Falle einer Hornhautverkrümmung. Dieser Wert steht in der Regel an zweiter Stelle und kann ein positives (+) oder ein negatives (-) Vorzeichen haben. Sollte auf Ihrem Brillenpass oder Ihrer Brillenverordnung ein Zylinder-Wert angegeben sein, so muss auch ein Wert für die Achse angegeben werden.

Achse

Wenn Sie einen Zylinder-Wert benötigen, so finden Sie auch immer den Achsen-Wert auf Ihrem Brillenpass oder Ihrer Brillenverordnung. Dieser Wert wird von 0°-180° in 1°-Schritten angegeben.

Addition

Der Additions-Wert wird zur Bestellung von Bifokal- (Zweistärken-) oder Gleitsichtbrillen (Multifokalbrillen) benötigt. Der Wert ist in der Regel für beide Augen gleich und wird mit Add. abgekürzt.

 

Manchmal werden auf Brillenverordnungen die Glasstärken für Ferne und Nähe getrennt angegeben.

In diesem Fall können Sie die Addition ganz einfach selbst ausrechnen.

Ziehen Sie beim rechten Auge von der Sphäre der Nähe die Sphäre der Ferne ab.

Der Additionswert ist in der Regel für das rechte und linke Auge gleich.

Augenabstand

Als Augenabstand (PD) bezeichnet man den Abstand der Pupillenmittelpunkte beider Augen bis zur Mitte der Nasenwurzel. Er ist beim Fertigen einer Brille zu berücksichtigen, damit die optischen Achsen der Brillengläser mit denen der Augen übereinstimmen.


Brillenglas-Brechungsindex

Unsere Empfehlung bei entsprechnenden Dioptrienwerten
Je höher der Index (Brechzahl), umso stärker wird das Licht gebrochen. Brillengläser mit höherer Brechzahl erzielen also eine stärkere Lichtbrechung. Das bedeutet: Je grösser der Index, desto dünner und leichter werden die Gläser.

Plusglas (+) Minusglas (-)
Dioptrie (+/-)
0,00 - 2,50
2,50 - 4,00
4,00 - 6,00
6,00 - 8,00
8,00 - 10,00
über 10,00
Index (Kunststoffglas)
1,50 oder 1,60
1,60 oder 1,67
1,67 oder 1,74
1,74
1,74
auf Anfrage
Index (mineralisches Glas)
1,50 oder 1,60
1,60 oder 1,70
1,70 oder 1,80
1,80 oder 1,90
1,90
1,90

Glasoption:

Entspiegelung

  • Klareres und deutlicheres Sehen

  • Minimierung störender Reflexe

  • Maximale Transparenz
    (erhöhte Lichtdurchlässigkeit)

  • Bessere Sicht bei Nacht
    und bei Dämmerung

Erfreulicher Nebeneffekt ist ein ästhetischeres Aussehen durch bessere Erkennbarkeit der Augen!

Hartschicht
Kunststoffgläser sind generell leichter, dafür aber kratzemfindlicher als mineralische Brillengläser. Für besseren Schutz wird die Oberfläche aller Brillengläser von Eye-Net mit einer Hartschicht versiegelt. Diese schützt die Brillengläser besser vor Kratzern und sonstigen Gebrauchsspuren.

Clean Coat Beschichtung
Alle Eye-Net Brillengläser sind mit dieser zusätzlichen Schicht versiegelt und lassen sich einfacher und besser reinigen.

High Tech Beschichtung – „Lotusbeschichtung“
„Lotusbeschichtung“ ist seit einigen Jahren in aller Munde.

Durch diese innovativen Nanobeschichtungen sind die Oberflächen extrem schmutzabweisend und wesentlich leichter zu reinigen.


Tönungen – feine, modische Nuancen oder intensive Tönungen.

Die verschiedenen Tönungen gibt es in verschiedenen Tönungsstufen. Diese geben an, wie dunkel ein Brillenglas ist und somit wie viel Licht in die Augen gelangt.

Man spricht von einer leichten Filtertönung, wenn das Brillenglas eine Einfärbung von 8-15% aufweist. Diese Einfärbung ist ratsam, wenn die Brille viel unter künstlichen Lichtbedingungen, z.B. im Büro, vor dem PC, etc. getragen wird. Denn so wird die Beleuchtung als weniger unangenehm empfunden und die Augen ermüden nicht so schnell.

Für Sonnenbrillen sind 75% Tönung empfehlenswert, bei extremeren Lichtverhältnissen z.B. Skifahren oder Wassersport, sind 85% ratsam.

Ab einer Tönungsintensität von mehr als 25% sind Brillengläser nicht mehr nachtfahrtauglich.

Phototrop - farbveränderliche Gläser
Brillengläser, die auf Grund ihrer chemischen Zusammensetzung ihre Farbe ändern, bezeichnet der Fachmann als „phototrope Brillengläser“. Diese farbveränderlichen Brillengläser passen sich den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen der Umgebung an.
Die sehr angenehme, veränderliche Lichtdurlässigkeit beruht auf Molekülveränderungen bei UV-Strahlung, abhängig von der Umgebungstemperatur. Ihre Brille reagiert also nicht primär auf Helligkeit, sondern auf das unsichtbare UV-Licht.
Das heißt, dass Ihre Brillengläser in warmen, geschlossen Räumen maximal hell sind und in freier Natur bei Sonnenschein und niedrigen Temperaturen maximal dunkel. Das heißt aber auch, dass Ihre Brillengläser sich bei bedecktem Himmel eindunkeln können und andererseits beim Autofahren durch die UV-Licht blockierende Windschutzscheibe relativ hell bleiben.
Eine zusätzliche Sonnenbrille kann eine sinnvolle Ergänzung sein.


Gleitsichtgläser

DIE WIRKUNGSWEISE DER UNTERSCHIEDLICHEN GLEITSICHTGLAS-QUALITÄTEN

Gleitsichtglas:
Standard (Classic)

Gleitsichtglas:
Komfort (Classic)

Gleitsichtglas:
Premium (Classic)

  • für jede Sehentfernung die richtige Sehstärke
  • kosmetisch sehr schön
  • unsichtbarer Leseteil
  • zusätzlich größere Blickfelder
    und damit höheren Sehkomfort im Fern-, Zwischen- und Nahbereich
  • Kontinuierliche Sicht ohne Bildsprünge
  • höherer Tragekomfort durch natürliche Kopfhaltung
  • zusätzlich noch wesentlich dünner und leichter
  • besonderer Tragekomfort durch geringeres Gewicht
  • bestes Material und höchste Verträglichkeit
  • optimale Abstimmung
    auf Ihre Glasstärke
  • schnelle und beste Eingewöhnung

Premium Freeform Innenprogression

Innenprogressive Freeform-Gleitsichtgläser sind aufgrund ihres Designs dünner als klassische außenprogressive Gleitsichtgläser, bei gleicher Brillenglasstärke und Material. Bei innenprogressiven Gläsern wird die optisch wirksame Fläche auf der Innenseite der Brille aufgeschliffen, also näher am Auge.

Die innenprogressive Oberflächenanordnung der Gläser führt zu einem deutlich vergrößerten Sehfeld. Im Gegensatz zu klassischen Gleitsichtgläsern, bei welchen die optisch wirksame Fläche außen aufgebracht ist, erreichen Sie mit diesen Freeform-Gleitsichtgläsern ein um bis zu 30 Prozent größeres Sichtfeld. Mit Freeform-Gleitsichtgläsern haben Sie also einen größeren Schärfenbereich, als dies mit klassischen Gleitsichtgläsern der Fall ist. Darüber hinaus werden auch optische Abbildungsfehler und der so genannte "Schaukel Effekt", der für Gleitsichtgläser typisch ist, durch innenprogressive Gleitsichtgläser wirksam vermindert.

Praxis-Beispiel:

Ein konventionelles Gleitsichtglas hat den Progressiv-Verlauf auf der Vorderfläche und die Rezeptfläche innen. Die Eigenvergrößerung eines Glases ist immer abhängig von der Außenkurve.
Beispiel: Ein Vorderflächenprogressivglas hat die Basiskurve +2.5 dpt in der Ferne und eine Addition von 2.5dpt ( Basiskurve Nähe +5.0 dpt ). Somit variiert die Außenkurve über die gesamte Glasfläche von 2,5 bis 5,0 dpt. Es entstehen dadurch unterschiedliche Eigenvergrößerungen, die in diesem Beispiel einen Faktor von 2 ergeben. Diese Eigenvergrößerungen bewirken Adaptionsprobleme, die unter dem Begriff „störende Verzeichnung“ bekannt sind.
Bei einem Rückflächen-Progressiv-Design in Freiform-Technologie ist die Vorderfläche sphärisch, dadurch ist die Eigenvergrößerung über die gesamte Glasfläche gleich.


Die Eye-Net Freeform-Gleitsichtgläser sind in allen Preisbereichen und alle untereinander kompatibel!

 

Warum ist diese Freeform-Familie untereinander kompatibel?
Der Designverlauf ist untereinander abgestimmt (siehe Skizze).

Der Preisunterschied wird durch die Zwischen- und Lesebereiche bestimmt, dessen Design von der Software berechnet wird.

Hierbei ist entscheidend, wie tief die Algorithmen/
Berechnungen erfolgen.

Je hochwertiger das Design, desto zeitaufwändiger ist die Berechnung und die Produktion (z.B. Schleifen, Polieren).